9. September 2017, 18:00 Uhr

Brentano-Ensemble, Frankfurt


Zur 15. Abendmusik am 09.September kehrt das Brentano-Ensemble in die Komturkirche zurück.

 Das virtuose Streicherensemble wird Sextette und Oktette von Johann Sebastian Bach, Nils Gade und Dimitri Schostakowitsch interpretieren.

Brentano-Ensemble Frankfurt

Die evangelische Johannitergemeinde in der Komturei Nieder-Weisel und das Team der Abendmusiken begrüßen am 9. September 2017 um 18:00 Uhr alle Musikbegeisterten zum dritten und damit letzten Konzert der Saison ein.

 

Die beiden künstlerischen Leiterinnen Karin Hendel und Bettina Hommen-Elsner freuen sich sehr, dass das exquisite “Brentano -Ensemble Frankfurt” der Einladung nunmehr zum 3. Mal gefolgt ist.

 

Das Brentano-Ensemble Frankfurt besteht seit dem Jahr 2011. Streicher des hr- Sinfonieorchesters bilden den Kern des Ensembles, welches sich auf groß besetzte Streicherkammermusik (Quintett bis Oktett) spe-zialisiert hat. Das Ensemble hat sich mittlerweile ein umfangreiches Repertoire dieser Werke erarbeitet und wird für einige Projekte durch Bläser ergänzt. So entstehen interessante und spannende Programme, die sowohl dem Publikum als auch den Musikern immer wieder neue musikalische Erlebnisse bieten. 

 

Das Ricercare zu sechs Stimmen aus dem „Musikalischen Opfer“ gehört zu den späten Werken Bachs. Im Jahr 1747 folgt Bach, gemeinsam mit seinem Sohn Friedemann, der Einladung Friedrichs des Großen in das gerade fertiggestellte Schloss Sanssouci nach Potsdam. Friedrich hat neue Flügel von Gottfried Silbermann und einige Orgeln von Joachim Wagner aufstellen lassen, die Bach ausprobieren soll.

 

Bachs legendäre Improvisationskunst ist gefragt als Friedrich ihm ein Fugenthema stellt, das Bach dreistimmig durchführen soll. Bach löst diese Aufgabe bravourös, soll es aber nun auch sechsstimmig durch-führen. Der Meister bemerkte darauf, dass er für diese Aufgabe etwas Bedenkzeit brauche. Die damalige Presse äusserte sich dazu folgender-maßen : “Herr Bach fand das ihm aufgegebene Thema so ausbündig schön, daß er es in einer ordentlichen Fuga zu Papier bringen, und hernach in Kupfer stechen lassen will….”

 

Mit gerade einmal 24 Jahren gelang Niels W. Gade mit der Ouvertüre “Nachklänge von Ossian” sein internationaler Durchbruch als Kom-ponist. Von heute auf morgen wurde er ein Star des europäischen Musiklebens. Er brachte den dann so oft zitierten nordischen Tonfall in die mitteleuropäische Musikgeschichte und er kann sicherlich als der Vater der dänischen Musik bezeichnet werden. Seine steile Karriere als Komponist, Musikhochschullehrer und auch als Dirigent und späterer Leiter der Gewandhauskonzerte nahm Fahrt auf. Zurück in Dänemark zählte er augenblicklich zu den prägendsten Künstlern seiner Zeit.

 

Dmitri Schostakowitsch schrieb das dritte Werk dieses Oktett-Abends. Seine “Zwei Stücke für Streichoktett”, op. 11, komponierte er bereits als Neunzehnjähriger im Jahre 1925. Knapp zehn Minuten dauern die Zwei Stücke für Streichoktett - länger braucht er nicht, um seine Hörer ordentlich durch zu rütteln. Im Zusammenhang mit der etwas später komponierten ersten Oper "Die Nase" wurden Dimitri Schostakowitschs Werke in dieser Zeit von Kritikern als "Handgranaten eines Anarchisten" bezeichnet.  Die beiden hier dargebotenen Stücke sind dem Andenken des sehr früh verstorbenen Dichters Wladimir Kurtschawow gewidmet, mit dem er befreundet war. 

 

Unsere Konzerte dauern ohne Pause ca. 70 Minuten und auch nach dieser 15. Abendmusik bietet sich beim anschließenden Umtrunk vor dem Kirchenportal wieder für alle Zuhörer die  Gelegenheit, miteinander und mit den KünstlerInnen ins Gespräch zu kommen.

 

Wir freuen uns, dass Sie auch dieses Jahr unsere Einladungen angenommen haben und freuen uns schon mit Ihnen auf die nächste Saison 2018. Wir wünschen Ihnen wie immer einen äußerst inspi-rierenden Abend.